Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2004
In diesem Buch, schreibt die Rezensentin Sieglinde Geisel, sind Eltern nicht einmal zu sehen, nur der kleine Fin. Er ist allein zu Hause und kann nach Herzenslust fernsehen und kochen, was er will. Na ja, meint Geisel, was er eben so unter "kochen" versteht; ein Menü aus Gummibären und Erdnussflips wird aufgetischt, und es kommt, wie es kommen muss: Der Bauch fängt an zu zwicken, und Fin ist geläutert. Als die Eltern heimkommen, will er nichts als "ein richtiges Essen". Ein kleiner, großer Schritt im Zivilisierungsprozess, den jedes Kind, rekurriert die Rezensentin auf Norbert Elias, neu vollziehen muss - hier gelingt er ganz ohne erzieherische Maßnahmen. Geisel erwähnt noch, dass die Gestaltung eher traditionell und "bonbonfarben" ausfällt: "Fin hat ein kreisrundes Gesicht und plüschig weiche Kuscheltiere".
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