Bob Woodward

Furcht

Trump im Weißen Haus
Cover: Furcht
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2018
ISBN 9783498074081
Gebunden, 512 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Bob Woodward, die Ikone des investigativen Journalismus in den USA, hat alle amerikanischen Präsidenten aus nächster Nähe beobachtet. Nun nimmt er sich den derzeitigen Präsidenten vor und enthüllt den erschütternden Zustand des Weißen Hauses unter Donald Trump. Woodward beschreibt, wie dieser Präsident Entscheidungen trifft, er berichtet von eskalierenden Debatten im Oval Office und in der Air Force One, dem volatilen Charakter Trumps und dessen Obsessionen und Komplexen. Woodwards Buch ist ein Dokument der Zeitgeschichte: Hunderte Stunden von Interviews mit direkt Beteiligten, Gesprächsprotokolle, Tagebücher, Notizen - auch von Trump selbst - bieten einen dramatischen Einblick in die Machtzentrale der westlichen Welt, in der vor allem eines herrscht: Furcht. Woodward ist das Porträt eines amtierenden amerikanischen Präsidenten gelungen, das es in dieser Genauigkeit noch nicht gegeben hat.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.10.2018

Über Trump im Weißen Haus hat Rezensent Jan Jekal aus diesem Buch des berühmten investigativen Reporters Bob Woodward einiges, wenn auch erwartbares, erfahren.  Dass die Regierung völlig dysfunktional ist und um einen unberechenbaren Präsidenten herumtanzt, ahnte man natürlich schon vorher. Worauf genau jedoch Woodwards Bericht basiert, bleibt dem Kritiker schleierhaft. Der Reporter erzähle im Tone des alleswissenden Erzählers und nenne keine Quellen. Man kann ihm vertrauen - oder eben nicht, meint der Rezensent, der diese Entscheidung nicht treffen möchte. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.10.2018

Matthias Kolb weiß, dass sich auch auf dem Buchmarkt nichts so gut verkauft wie Reports über Donald Trump. Aber ob das Buch Wirkung entfalten und an Trumps Macht rütteln wird, wie der Autor als Hoffnung ausgibt, lässt er dahingestellt sein. Bob Woodwards minutiöse Darstellung der aktuellen Verhältnisse im Weißen Haus, von Trumps Beratungsresistenz und der Furcht seiner Mitarbeiter vermittelt Kolb jedenfalls keine Hoffnung, dass dieser Präsident sich ändern könnte. Glaubhaft findet er Woodwards Ausführungen schon aufgrund von dessen Erfahrung als Watergate-Rechercheur. So viele Details, versichert Kolb, kennt außer Woodward niemand, und niemand prüft seine Interviewfrüchte so akribisch anhand von Dokumenten. Für den Rezensenten eine schaurig faszinierende Lektüre.

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