Carol Leonnig, Philip Rucker

Trump gegen die Demokratie

"A Very Stable Genius"
Cover: Trump gegen die Demokratie
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2020
ISBN 9783103970456
Gebunden, 560 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von M. Bayer, K. Dürr, H.-P. Remmler, W. Roller, K. Schuler, V. Topalova. 2020 ist das Schicksalsjahr der USA. Im November wird der Präsident gewählt, und die Lage spitzt sich dramatisch zu: Wird Trump es noch einmal schaffen? Und was würde das bedeuten? Dieses Buch gibt die Antwort. Im Gewitter der täglichen Tweets und "News" treten die beiden Pulitzer-Preisträger von der "Washington Post" einen Schritt zurück, um die Amtszeit Trumps Schritt für Schritt zu rekonstruieren. Sie nutzen eine Fülle von neuen Details und Erkenntnissen, die sie aus Hunderten Stunden Interview-Material mit mehr als 200 Verwaltungsbeamten, Trump-Vertrauten und anderen Augenzeugen gewonnen haben, um entscheidende Muster hinter dem täglichen Chaos in der Regierung aufzudecken. Meisterhaft erzählt, lassen sie ein Bild von Trump entstehen, das uns besorgt stimmen sollte: Seine Versuche, das amerikanische System und die Demokratie zu unterlaufen, sind erfolgreicher als gedacht. In diesem Jahr geht es wirklich um alles.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2020

Rezensent Günther Nonnenmacher bekommt in dem Buch der beiden Washington-Post-Journalisten Philip Rucker und Carol Leonnig keine Antworten auf die Frage, was mit den Republikanern passiert ist und wie es zu Trump im Weißen Haus kommen konnte. Stattdessen, so stellt der Rezensent fest, fassen die Autoren sehr akribisch anhand von Interviews mit Regierungsmitarbeitern noch einmal zusammen, wie Trump Washington zu einem Irrenhaus umfunktioniert hat. Dabei fallen Namen, die dem deutschen Leser wenig sagen, und die Länge der Ausführungen ermüdet, moniert Nonnenmacher. Mehr Analysen und Wertungen und weniger Geschwätz hätten dem Buch gut getan, findet er.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.01.2020

Für den Rezensenten Matthias Kolb erscheint Carol Leonnigs und Philip Ruckers Report "Trump gegen die Demokratie" genau zur richtigen Zeit. Die preisgekrönten Reporter der "Washington Post" begannen 2016 mit ihrem umfassenden Projekt, vom Amtsantritt Donald Trumps bis zum Amtsenthebungsverfahren, über den noch amtierenden Präsidenten zu berichten. Mit guter Vernetzung und Kontakten zu Washingtons Politszene, dem amerikanischen Militär und Geheimdienstlern, enthüllen die Reporter in etwa 200 Interviews unveröffentlichtes Insider-Wissen. Geschickt entlarven sie Trump mit Verweis auf Alexander Hamilton - einem Mitverfasser der Impeachment-Artikel - als "populistischen Demagogen", versichert Kolb und preist die Arbeit der "exzellenten Rechercheure" als "erhellend" und "eindrucksvoll" an.

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