Was Chatwins Texte auszeichnet, läßt sich auch an den hier versammelten Photos ablesen: die Liebe zum Kontrast - hier die prächtige, von Gold und Email blitzende Kuppel einer Moschee, dort eine aus Lehm und Kuhdung fabrizierte Hütte -, der Sinn fürs magische Detail - das Fahrrad, das mitten in der peruanischen Wüste an einem Telegraphenmast lehnt -, die Neigung zu Kuriosem - der zum Vogelkäfig umfunktionierte Fernseher, der Schlupfwinkel von Butch Cassidy in Patagonien. Die Auswahl der Photos und das Vorwort stammen von Roberto Calasso, Chatwins italienischem Verleger.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Eberhard Falcke weist zunächst darauf hin, dass eine erste Auswahl von Chatwins Fotografien bereits 1993 bei Hanser erschienen ist. Überdies hält er die frühere Veröffentlichung technisch für die Bessere, räumt aber ein, dass die schlechte Druckqualität der neuen Ausgabe von Buch zu Buch unterschiedlich ausfallen könne. Inhaltlich zeigt sich Falcke begeistert von Chatwins Blick für Unverwechselbares und Kurioses. Dabei scheint es zweitrangig, ob Chatwin Bilder in Westafrika, Südamerika oder Afghanistan gemacht hat: Jedes Motiv präsentiere sich wie ein "einzigartiges Sammlerstück".
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