Aus dem Englischen von Norbert Hofmann. Glück ist heutzutage Big Business - und große Politik. Aber wie Cederström in diese enthüllt, ist seine jüngere Geschichte verstörend. Indem er Humor mit einer dringend nötigen Skepsis verbindet, zeigt er, dass in einer Welt des Glücks nicht alles rosig ist.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.04.2019
Rezensentin Vera Linß lässt sich von dem schwedischen Organisationstheoretiker Carl Cederström gern die "Idee vom Glück" entzaubern. Denn der Autor kann hier hellsichtig darlegen, wie der von allerlei Ratgebern propagierte Aufruf zur Selbstverwirklichung längst durch kapitalistische Interessen "pervertiert" worden sei, etwa indem Unternehmen sämtliche privaten Daten zwecks Kommerzialisierung ausbeuten. Auch die Historie der Selbstverwirklichung nimmt Cederström in den Blick, lobt die Kritikerin, die hier auch einer "Kultur der Selbstsucht" in der Literatur, etwa bei Henry Miller oder Alan Ginsberg begegnet. Höchste Zeit für eine "feministische Glücksphantasie", schließt sie mit dem Autor.
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