Aus dem Amerikanischen von Egbert Hörmann. Als "Nigger Heaven" 1926 erschien, verursachte das Buch einen handfesten Skandal und wurde zum meist diskutierten Roman der Saison. Im Mittelpunkt steht ein junges Paar, eine Bibliothekarin und ein Möchtegern-Schriftsteller, gefangen im Tauziehen zwischen ihren Ambitionen, dem latenten Rassismus und den Versprechungen der afroamerikanischen Kultur Harlems. Van Vechten entführt den Leser in die Clubs und Bars und auf die Straßen Harlems.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2013
Über die Umstände der Ausgabe erzählt uns Rezensent Hans-Peter Kunisch nichts Genaues. Allerdings weiß er, dass Carl van Vechtens Buch von 1926 als eines der Schlüsselwerke der "Harlem Renaissance" gilt - geschrieben von einem Weißen, und zwar einem Kenner der "Splendid Drunken Twenties". Die nun findet Kunisch im Roman auch, mal wunderbar leicht oder lustvoll satirisch beschrieben, mal eher theorielastig, wenn es um die verschiedenen Rassismen geht, auch innerhalb der farbigen Community. Das Tempo wechselt entsprechend, berichtet Kunisch, der jedoch immer wieder Glanzpunkte entdeckt in diesem Buch.
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