Carlos Widmann

Das letzte Buch über Fidel Castro

Cover: Das letzte Buch über Fidel Castro
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446240049
Gebunden, 336 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Tatmensch, Täter, Träumer, Tyrann: Auch seine Feinde leugnen nicht, dass mit Fidel Castros Abschied eine Ära endet. Fünfzig Jahre herrschte er auf einer eher unbedeutenden Insel und wurde doch ein Protagonist der Weltpolitik. Unter den Augen der USA führte er erstmals in einem westlichen Land den Kommunismus ein. Er inspirierte Befreiungsbewegungen, faszinierte aber auch westliche Intellektuelle. Es gibt in Deutschland wenige Journalisten, die den Líder Máximo so lange aus so großer Nähe beobachten konnten wie Carlos Widmann. Jetzt zeichnet er das Porträt einer epochalen Machtnatur von Brillanz und Beredsamkeit, gesegnet mit Charisma und Chuzpe - eines egomanen und brutalen Blenders mit trüber Vergangenheit, der gleichwohl die Menschen bis heute fasziniert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.03.2013

Mit viel Genuss hat Volker Skierka das Castro-Buch des Journalisten Carlos Widmann gelesen. Nicht zuletzt, weil der Autor so schön austeilen kann, allerdings nicht mit dem Florett, sondern mit der Machete, wie Skierka hinzufügt, und an Castro kaum etwas Gutes lässt. Dass Widmann mitunter übertreibt, die Historie nicht richtig deutet (so Eisenhowers Verhältnis zu Castro) oder altbekannte Fakten einfach nur anders gewichtet, findet der Rezensent - selbst Castro-Biograf - verzeihlich, solange er es nur so spannend und unterhaltsam macht. Ein bibliografisches Verzeichnis vermisst er bei so viel Emotionalität jedoch umso mehr.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2013

Wenn es wohl auch nicht das letzte Buch über den Maximo Lider sein wird, wie Gerd Koenen prophezeit, ein erhellendes, vergnügliches Porträt gelingt dem langjährigen internationalen Korrespondenten Carlos Widmann schon allein aufgrund seiner intimen Kenntnisse und seines Erfahrungsschatzes als Begleiter westlicher Revolutionsfreunde, so erfahren wir. Feingezeichnet sind die Anekdoten und Skizzen, mit denen der Autor den Geheimnissen des ewigen Fidels und seiner fantastischen Karriere auf die Spur zu kommen versucht, versichert Koenen. Und wenn er Widmanns Urteil über Castro auch paradox findet, es scheint dem Mann angemessen zu sein. Spannend für Koenen auch: Widmanns Darstellung der Freundschaft zwischen Fidel und seinem Hofschriftsteller Garcia Marquez und seine gewichtigen Hinweise zu Kubas Rolle zwischen den Fronten des Kalten Krieges.
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