Mit einem Nachwort von Mario Vargas Llosa. Aus dem Spanischen übersetzt von Susanne Lange. Als Andrea zu Beginn der vierziger Jahre nach Barcelona kommt, erwartet die junge Studentin der zermürbende Alltag mit ihrer Familie. Eine bizarre Gemeinschaft, in der jeder des anderen Feind ist: Die senile Großmutter, die bigotte Tante Angustias, der zwischen Genie und Wahnsinn schwankende Onkel Ramon, der brutale Juan und seine dümmliche Frau Gloria. Andrea erlebt fasziniert und abgestoßen zugleich diese Welt der Hoffnungslosigkeit, Armut und gegenseitigen Zerstörung. Nach und nach entdeckt sie die Abgründe eines jeden Familienmitglieds. Carmen Laforets existenzialistisches Debüt wurde 1945 über Nacht zur literarischen Sensation, ausgezeichnet mit dem - zum ersten Mal vergebenen - Premio Nadal.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2006
Walter Haubrich freut sich über die deutschsprachige Neuauflage dieses seit den fünfziger Jahren vergriffenen Romans, der die spanische Literatur nachhaltig verändert hat. Thema ist die "materielle, psychische und moralische Misere im Spanien der Nachbürgerkriegszeit". Auch stilistisch ist die Erzählung gut in Szene gesetzt: Carmen Laforet vermeide Gemeinplätze. Auch die nach Haubrich gelungene Übersetzung von Susanne Lange trägt dazu bei, dass der Roman auch heute noch authentisch wirkt. Dass der Roman seinerzeit von der Zensur genehmigt wurde, liegt nach Einschätzung des Rezensenten auch nur daran, dass erwartet wurde, der Roman werde keine Leser finden - womit die Behörden gehörig falsch lagen.
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