Carolin Scharpff-Striebich

Let's talk abstract

(Deutschsprachige Ausgabe)
Cover: Let's talk abstract
Distanz Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783954762415
Gebunden, 192 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Mit 64 Farbfotografien.  Viele Kunstinteressierte, aber auch Fachleute stehen immer wieder ratlos vor abstrakten Gemälden. Nach der Erfindung der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts befreite sich die Malerei sukzessive von der gegenständlichen Wiedergabe ihrer Umgebung und entwickelte eine Welt der reinen Form und Farbe. Die ungegenständlichen Werke haben oft etwas Hermetisches und Rätselhaftes und verschließen sich der einfachen Interpretation. Dieses Buch versucht die Undurchdringlichkeit abstrakter Malerei aufzubrechen und sie dem Betrachter nahezubringen. Dazu führt die Herausgeberin Carolin Scharpff-Striebich - Sammlerin und Leiterin der Sammlung Scharpff - pointierte Gespräche mit 16 Persönlichkeiten des internationalen Kunstbetriebs, die sich jeweils ein abstraktes Bild ausgesucht haben und es hier kommentieren. Die Interviews über nur ein einziges Werk machen exemplarisch die künstlerische Idee, die in ihm ihren Ausdruck gefunden hat, anschaulich und erfahrbar. Es werden keine schnellen Antworten gegeben, sondern Zugänge eröffnet.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 11.01.2019

Über Kunst kann man reden - muss man vielleicht sogar reden, erkennt Rezensentin Eva Heppner nach ihrer Lektüre von "Let's talk abstract" - ein Bild- und Gesprächsband, indem die Kunstliebhaberin Caroline Scharpff-Striebich 16 Gespräche mit verschiedenen Persönlichkeiten aus der Kunstwelt gesammelt hat. Nicht alle Gespräche sind gleichermaßen erhellend, doch Scharpff-Striebichs übergeordnete Absicht, die abstrakte Kunst einem größeren Publikum nahezubringen, wird erfüllt, denkt Heppner und ist sogar ein wenig überrascht, wie aufschlussreich, wie geistreich und anregend ein konzentriertes Gespräch über abstrakte Kunst sein kann. Die Unterhaltung zwischen Scharpff-Striebich und Kirsty Bell, indem die beiden Kunst-Enthusiastinnen sprechend ein Gemälde von Mary Heilmann erschließen, etwa vergleicht Heppner mit einem "Spaziergang durch eine aufregende Landschaft". Dass die Gespräche kaum Meinungsverschiedenheiten enthalten, findet sie ein wenig schade. Dies hätte noch mehr Erkenntnisgewinn versprochen, meint sie.  Auch die Abbildungen sind ihr teilweise zu klein.
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