Der reformatorische Bildersturm war eine der größten Kulturrevolutionen in der Geschichte Europas. Zwischen 1520 und 1566 erfasste er weite Teile des deutschen Sprachraums, der Niederlande, Frankreichs und der britischen Inseln. Bürgerschaften glaubten, Gott mit Gebet und Arbeit aufrichtiger verehren zu können als mit prunkvollem Kirchenschmuck. Doch der Weg zu diesem Ziel führte über Zerstörungen, denen Kunstschätze von unermesslichem Wert zum Opfer gefallen sind...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2001
Dass es sich bei dem Band um einen Ausstellungskatalog - einen "prachtvollen" dazu - handelt, streut der Rezensent so nebenbei ein. Auf die immerhin 450 Seiten und die Abbildungen (Bildersturm?) nimmt er kein einziges Mal explizit Bezug, Zitate sucht man vergebens in der Besprechung von Armin Adam. Allerdings: Verdankt er den Gedanken, "dass Bilderstürme Krisenmomente der Geschichte bezeichnen, in denen der politische Gehalt dessen, was wir Kunst nennen, nur zu deutlich wahrgenommen wurde", der Lektüre dieses Buches, so müsste man es lesen. Auch Adams aktueller Bezug zu der Zerstörungswut der Taliban und den Reaktionen des Westens ist ganz erhellend.
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