Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten - aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er wider Willen seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.04.2026
Rezensent Martin Oehlen kennt den Melnitz-Clan schon aus Charles Lewinskys früheren Texten. Dass sich der Autor jetzt mit einer Nahaufnahme dem Hollywood-Insider und notorischen Schlafpillenschlucker Curtis Melnitz und dessen buntem Leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widmet, findet Oehlen folgerichtig. In einem über 40 Sitzungen bei seinem Psychiater reichenden Monolog berichtet der Protagonist über Doris Day und andere Film-Episoden und über das Trauma des Holocaust, das sein Leben bestimmt, erklärt Oehlen. Für Oehlen tragisch wie heiter zugleich, vor allem aber nie langweilig, auch wenn dieser Melnitz nicht wirklich greifbar wird, wie er gesteht.
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