Aus dem Französischen von Caroline Gutberlet. Im Meinungsgewitter auf die eigene Stimme hören. Eine klare Richtung einschlagen, wenn sich grenzenlose Möglichkeiten auftun. Entscheidungen treffen trotz Zweifeln. All das erfordert eine wesentliche Fähigkeit: sich selbst vertrauen zu können. Doch was bedeutet es, sich selbst zu vertrauen? Warum fällt es manchen Menschen leichter als anderen? Worin liegt der Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit? Charles Pépin findet die Antworten auf diese Fragen in Philosophie, Literatur und Kunst, Psychologie und Pädagogik. Leicht und lebendig zeigt er, wie jeder von uns dem Ungewissen mit mehr Zuversicht entgegentreten kann. Ein stärkendes Buch für unsichere Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.08.2019
Marko Martin gibt Entwarnung: Charles Pépin ist kein Populärphilosoph und TV-Prediger mit wohlfeilen Kalendersprüchen zum Thema Selbstvertrauen. Stattdessen bietet ihm der Autor hier sprachlich elegant gefasste, charmante Reflexionen an, die der Komplexität wahren Selbstvertrauens laut Martin durchaus gerecht werden. Mit Beispielen aus der Lebenswirklichkeit von Ärzten und Piloten und unter Einbezug von Montessori-Pädagogik und Sartres Existenzbegriff weist der Autor auch auf mögliche ethische Konsequenzen hin, so Martin. Dass er dabei die politisch-sozialen Bedingungen des Handelns mitunter aus dem Blick verliert, muss der Rezensent zwar rügen, lesenswert scheint ihm der Band aber schon.
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