Aus dem Amerikanischen von Hans Magnus Enzensberger, Michael Krüger, Rainer G. Schmidt und Jan Wagner.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.12.2000
Charles Simics Gedichte gefallen dem Rezensenten Hans-Peter Kunisch vor allem deshalb, weil sie subtile Zwischentöne finden, Gelassenheit ausstrahlen und die Frage nach dem "Gut und Böse" elegant auflösen: "Bei Simic gibt es wirklich `alles`; meist in einer einzigen Strophe." Seiner Begeisterung verleiht Kunisch am Beispiel von vielen Zitaten aus den Gedichten Ausdruck. Die Mischung, die Simic einzigartig macht, ist nach Kunisch die "ganz persönliche Verbindung von Schüssen, Küssen und Wundern, von Politik, Metaphysik und selbstverständlicher Körperlichkeit". An der Präsentation der Gedichte von Seiten des Verlages hat Kunisch aber einiges auszusetzen. Zwar hält er die getroffene Auswahl für einigermaßen repräsentativ (wenn auch unvollständig) und findet sie gut übersetzt - ihn stört aber, dass der Band einsprachig ist und dass eine frühere deutsche Veröffentlichung von Charles Simic teilweise wiederholt wird.
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