C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406850899 Gebunden, 266 Seiten, 26,00
EUR
Klappentext
Charlotte Knobloch war zwölf Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging und sie den Holocaust in einem Versteck überlebt hatte. Ihr Vater Fritz Neuland gründete 1945 die Israelitische Kultusgemeinde wieder. Sie selbst wurde in verschiedenen Funktionen in der jüdischen Gemeinde zur engagierten und kritischen Wegbegleiterin der Bundesrepublik bis heute. In ihrem Buch blickt Charlotte Knobloch zurück, vor allem auf die letzten zwanzig Jahre, in denen jüdisches Leben in Deutschland so bedroht ist wie nie seit Kriegsende.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2026
Rezensent Joachim Käppner liest das Buch der hochbetagten Charlotte Knobloch mit Gewinn. Knoblochs verletzter, doch nicht erloschener Hoffnung, die Demokratie möge wehrhaft sein und die Menschen von den politisch extremen Rändern zurückholen in die Mitte der Gesellschaft, schließt er sich gerne an. Dass die Autorin noch einmal ein Buch schreibt, hat genau damit zu tun, erkennt Käppner: Die Enttäuschung über den wiedererstarkenden Antisemitismus beschreiben, die Entfremdung über viele kleine Tabubrüche, doch sachlich bleiben, um aus den Polarisierungen herauszufinden. Käppner liest all das mit Betroffenheit, vor allem aber teilt sich ihm das Selbstbewusstsein der Autorin mit und ihr unerschütterlicher Optimismus.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…