Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2026
ISBN
9783455021875 Kartoniert, 112 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Das Bewusstsein für die Schrecken des Holocaust schwindet, im öffentlichen Leben, im Bildungsbereich, in unserem Werteverständnis. Gleichzeitig gibt es immer mehr gewalttätige antisemitische Übergriffe. Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und eine der letzten Zeitzeuginnen, macht das wütend: Weil die Politik zu wenig dagegen unternimmt. Und weil die Gesellschaft diesen Hass toleriert. Ihr dringlicher Appell benennt einerseits klar, warum wir rasch handeln müssen, wollen wir den autoritären Kräften nicht noch mehr Raum gewähren. Andererseits trägt er die Zuversicht in sich, dass es wirklich bei "Nie wieder!" bleibt und jüdisches Leben in Deutschland in Zukunft wieder ohne Angst möglich ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.03.2026
Beeindruckt bespricht Rezensent Stephan Klemm dieses schmale Buch der Holocaust-Überlebenden und Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees Eva Umlauf. Wobei das Buch selbst eher am Rande vorkommt, hauptsächlich schreibt Klemm über eine Lesung der Autorin. Das Buch entstand jedenfalls anlässlich des wiedererstarkenden Antisemitismus in Deutschland - Umlauf hat den Eindruck, dass hierzulande zwar gern toter Juden gedacht wird, lebende Juden jedoch ziemlich herzlos behandelt werden. Unter anderem schreibt die Autorin darüber, wie die in den Lagern selbst geborene Losung "Nie wieder!" derzeit an Überzeugungskraft verliert. Ihre Schrift ist gerade in der Kürze klar und präzise, findet Klemm, ein wirkungsvoller Weckruf zur rechten Zeit.
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