Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki. Bet, eigentlich Elisabetta, hat ein Credo: Wenn du etwas zu sagen hast, dann sag es. Und wenn du dabei schreien musst, heißt das, dass sich die Mühe lohnt. Die Siebzehnjährige mit dem Charakter 'einer jungen Apachin' und dem Herz am rechten Fleck steht mit der Welt auf Kriegsfuß - mit ihrer Mutter, den Schwachköpfen aus der Schule und auch mit sich selbst. Sie lebt in Turin, einer Stadt, die einem wie eine warme Höhle oder wie eine kalte Mauer vorkommen kann. Zum Glück ist da ihre Freundin Viola. Und auch Andrea, ihr engagierter Schulkamerad, ist 'ganz in Ordnung', denn als ihrer Mutter die Kündigung droht, unterstützt er sie bei einer Streikaktion. Doch als diese gewaltsam aufgelöst wird, spürt Bet Enttäuschung und Frustration. Und noch mehr: Sie ist empört! Über die herrschende Ungerechtigkeit, die Chancenungleichheit und Perspektivlosigkeit von jungen Menschen, die Ausweglosigkeit, die sie umgibt. Während im ganzen Land Studenten und Arbeiter zu Großdemonstrationen zusammenfinden, um gegen die Zustände zu protestieren, entschließt sich Bet zu einer Tat, die ungeahnte Folgen hat …
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.09.2015
Nein, also so oberflächlich sind Jugendliche heute nicht, ärgert sich die hier rezensierende 17-jährige Anna Püntener. Sie findet Beth, die gleichaltrige Protagonistin des Buchs, verschwommen in ihren Gefühlen, widersprüchlich in ihren Aussagen und pseudo in ihren politischen Ansichten. Ältere Leser könnten das allerdings gerade typisch für einen Teenager finden.
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