Der Band geht der Frage nach, wie das Populäre in der funktional differenzierten Gesellschaft zu beschreiben ist. Dies wird nicht nur theoretisch, sondern auch anhand konkreter Ausformungen des Populären veranschaulicht. Mit Beiträgen u.a. von Niels Werber, Urs Stäheli und Diedrich Diedrichsen.
"Anregenden Scharfsinn" attestiert Ekkehard Knörer diesem von Christian Huck und Carsten Zorn herausgegebenen Band, einen weiteren Versuch, Pop theoretisch zu erfassen. Adorno und die Kritischen Theorie eignen sich seines Erachtens dafür eher weniger, die vierzehn Autoren des Band versuchen daher, mit Hilfe von Luhmanns Systemtheorie die Popkultur besser zu verstehen. Hinterlassen einige Aufsätze bei Knörer auch "leise Ratlosigkeit", findet er andere, die sich als durchaus erhellend und inspirierend herausstellen. Bei Urs Stäheli etwa lernt er, dass das Populäre der Trick sei, "mit dem die ausdifferenzierten Funktionssysteme die Menschen an sich binden." Auch mit den Beiträgen von Rudolf Helmstetter über Geschmack, Jens Ruchatz über die "Du bist Deutschland"-Kampagne und Christian Huck über die Mode im Roman des 18. Jahrhunderts kann er etwas anfangen. Die Bedeutung der Populärkultur sähen diese Autoren in den Vorschlägen, die Pop den Menschen mache, um sich als Individuen verstehen zu können. Besonders gefallen hat Knörer Rembert Hüsers "böser und lustiger Text" zum Versuch, die Systemtheorie selbst zu popularisieren.
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