Über vier Jahrzehnte war die Präsenz amerikanischer und sowjetischer Streitkräfte in Bundesrepublik und DDR fester Bestandteil der Alltags- und Lebenswelt. Systematische und vergleichende Untersuchungen zu diesem Aspekt der deutschen Zeitgeschichte fehlten jedoch bislang. Mit der Arbeit von Christian Th. Müller wird Neuland betreten. Auf breiter Quellengrundlage wird das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen ausländischen Truppen und deutscher Bevölkerung in der gesamten Epoche des Kalten Krieges aus verschiedenen Blickwinkeln plastisch dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2012
Nichts Neues, weder im Westen noch im Osten, so ließe sich Jörg Baberowskis Urteil zu dem Buch von Christian Th. Müller resümieren, das west- und ostdeutsche Erfahrungen mit den Soldaten der Siegermächte miteinander vergleicht. Müllers Blick auf den Alltag der Soldaten, die Reaktionen der Bevölkerung, auf Image und Propaganda und die Beziehungen zwischen den beiden Seiten, der auch die Schattenseiten nicht ausspart, bringt dem Rezensenten keine neuen Erkenntnisse. Die konstatierte Distanz etwa erscheint ihm erwartungsgemäß.
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