Als Cristina Karrer vor 25 Jahren auf einem Containerschiff nach Südafrika auszieht, gesteht ihr Mann, er könne sie nie lieben. Mit einem Schlag zerplatzt der Traum von einem gemeinsamen Neuanfang in Johannesburg. Sie bleibt dennoch - trotz heftiger Schicksalsschläge, erlebter Überfälle, Drogensucht, falscher Männerwahl und Familiendramen aus den Townships, die sie beinahe in den Ruin treiben. Und dann ist da noch Susy, die Haushälterin, auf die sie immer warten muss. Die sie wütend macht und die sie dennoch von ganzem Herzen liebt. So wie Südafrika. Ein sehr persönliches, emotionales Buch über das Warten, über Resilienz und die tiefe Liebe zu einem Land, das einen in den Wahnsinn treiben und gleichzeitig sehr glücklich machen kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2026
Rezensent Samuel Misteli lobt das autobiografische Buch der Afrika-Korrespondentin Cristina Karrer, weil die Autorin nicht auf Action und Adrenalin setzt und von Rebellen und Krisen erzählt, sondern eine sehr persönliche Geschichte von Enttäuschungen, Mesalliancen und neuem Mut. Was Karrer in 25 Jahren in Afrika erlebt hat, hat laut Misteli viel mit Lernen zu tun und vermittelt trotz der persönlichen Note viel über den Kontinent. Dass Karrer darüber hinaus pathosfrei und ohne Eitelkeit berichtet, macht ihr Buch besonders, findet der Rezensent.
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