Die Beziehungen zwischen den sozialen Konstrukten "Rasse" und "Geschlecht" und ihre Verflechtung in der Literatur der Jahrhundertwende stehen in diesem Buch zur Debatte. Anhand von literarischen Texten, in denen die Protagonistinnen jeweils fremdländischer Herkuft sind, wird die ethnische und kulturelle Positionalität außereuropäischer Frauen untersucht. Dabei bezieht sich die Arbeit nicht nur auf literaturwissenschaftliche Ansätze; auch Nachbardisziplinen wie Erziehungs- und Bildungsgeschichte, Rassentheorie, Medizin und Soziologiefinden im Hinblick auf die Unglechstellung der Frau Berücksichtigung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2000
Dass es in Christel Griesshaber-Wenigers Buch um hybride Frauenfiguren geht, entnimmt man schon dem Titel. In "rh"s kurzer Notiz zu dieser Neuerscheinung erfährt man weiterhin, dass es der Autorin auch darum geht, das Thema kulturgeschichtlich zu beleuchten. Man findet in der Studie also nicht nur literarische Fallbeispiele, sondern auch die Darstellung zeitgenössischer Diskurse zu Themen wie "Rasse", "Frauenfragen", "weibliche Rassenschönheit" und um Georg Simmels "Hybriditätsgedanken", so "rh."
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