Eingeführt von Andreas Beyer, Horst Bredekamp und Peter C. Claussen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.11.2002
Die Summe von dreißig Jahren Forschung in Rom hat Willibald Sauerländer in dem Buch von Christof Thoenes wahrgenommen. Als Forscher an der Bibliotheca Hertziana, "jenem einzigartigen Zentrum der kunsthistorischen Italienforschung deutscher Provenienz", hat sich Thoenes, laut Rezensent gerade aus seiner historischen Verpflichtung heraus, seinem Material immer auch unter dem Blickwinkel der sozialgeschichtlichen Fragestellung genähert. Dabei spürt der Autor etwa einer "mythologischen Verkleidung der Hoffnung auf gesellschaftlichen Aufstieg durch das Geld" in Form von Skulpturen nach, wie Sauerländer berichtet, oder er erkundet die Arbeitsverhältnisse und den finanziellen Rahmen von Michelangelos Tätigkeit am Petersdom. Thoenes widme sich aber auch der Stadt selbst mit ihren Plätzen und ihrer Bedeutung für gebildete Deutsche. Nur eins vermisst der Rezensent: "Warum ist jener moderne Mythos von Rom, wie ihn Rossellini, Fellini, Pasolini ins Bild gebracht haben, so völlig absent?"
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