Herausgegeben und mit einer Einleitung von Gerhard Koch. Imhoffs Reisebeschreibungen und Briefe sind anschaulich formulierte und detailreiche Zeugnisse zum Beispiel über die Londoner Kunstszene wie über das Abenteuer der monatelangen Seereise und das exotische Indien. Außerdem sind die Jahre nach Imhoffs Rückkehr dokumentiert...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 02.02.2002
Der mit "rh" zeichnende Rezensent freut sich über ein "eindrucksvolles" Zeitzeugnis, das mit diesem Buch vorliege. Die verschiedensten Dokumente seien herangezogen worden, um das Leben Christoph Adam Carl von Imhoffs und seiner Zeit nachzuzeichnen. Imhoff selbst komme mit Briefen, journalistischen Berichten und Tagebucheinträgen zu Wort, und auch die zahlreichen und oft amüsanten Beispiele seiner Miniaturporträtkunst trügen ihren Teil dazu bei, das Bild abzurunden. Auch die Aufnahme von Aufzeichnungen verschiedener Zeitgenossen Imhoffs in diesen "vorbildlich edierten Band" finden in dieser Rezension lobende Erwähnung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.11.2001
Eine "Fußnote" nur, aber immerhin eine doppelte und "eine der interessantesten", so Sonja Zekri, war Christoph Adam Carl von Imhoff: nämlich sowohl der "britischen Kolonialgeschichte" wie der "Weimarer Klassik". Erst war Imhoff in der Weltgeschichte unterwegs, vor allem in Indien und hat von dort, als "wenig sympathischer, aber präziser Beobachter" nach Hause berichtet. Er schildert sich als Freund von "Prunk und Geschäftssinn", kommt, zuvor notorisch erfolglos, in Indien zu Reichtum und scheut sich nicht, im Ganges badende Inderinnen zu beglotzen, denen "das weiß Tuch so dichte an der Haut" klebt. Zurück in Deutschland dann heiratet er - zuvor hat er, wie die Rezensentin berichtet, schon mal eine Lebensgefährtin an einen Reisegefährten verschachert - die Schwester Charlotte von Steins und bekommt Besuch von Goethe. Die Ehe hält nicht und Henriette von Knebel bedauert: "Er ist ein unglücklicher Mensch". Immerhin aber, findet Sonja Zekri, "ein großer Reisender".
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