Wenn die Eschatologie des Mittelalters nicht den Weltuntergang vorsieht, was bedeutet sie dann? Diese Frage ist der Ausgangspunkt der Studie von Christoph Auffarth. Er untersucht ein zentrales Thema der mittelalterlichen Religionsgeschichte mit den Mitteln und Methoden eines Religionswissenschaftlers und entwirft ein Modell einer Europäischen Religionsgeschichte, das ausdrücklich an Fragestellungen und Methoden der Kulturwissenschaft um 1900 anknüpft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2002
Das Buch des Religionswissenschaftlers Christoph Auffarth zeigt, wie nahe sich die Vorstellungen der christlichen und der muslimischen Religion von den "letzten Dingen" im Mittelalter standen. "Originell" in diesem - "vor Material förmlich platzenden" Buch - findet der Rezensent Klaus Berger den Hinweis auf die wichtige Rolle des Makkabäerbuchs für die christliche Märtyrervorstellung zur Zeit der Kreuzzüge; spannend erscheint Berger auch das letzte Kapitel, das sich mit der Bewertung der mittelalterlichen Eschatologie im 19. Jahrhundert beschäftigt. Einwände gibt es freilich auch, sie betreffen das "theologische Fachwissen", an dem es dem Autor, bemängelt der Rezensent, ein ums andere Mal zu fehlen scheint.
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