Tugenden haben Konjunktur. Ihr angeblicher Verlust wird ebenso kulturkritisch beklagt, wie eine Wiederbelebung ganz heterogener Kataloge von Tugenden gefordert wird. Doch was ist eigentlich eine Tugend? Wie verhalten sich Tugenden und Laster zueinander? Trägt Tugend zum Glück des Tugendhaften bei oder ist der Tugendhafte eher der Dumme? Setzen die Tugenden einander voraus oder sind sie unabhängig voneinander zu haben? Christoph Halbig beantwortet diese Fragen im Rahmen einer umfassenden Ontologie der Tugend und unterzieht die Leistungsfähigkeit dieser Kategorie in der Ethik so einer kritischen Prüfung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2014
Die Tugendethik ist wieder da, stellt Gerd Schrader fest. Dankbar ist er darum für Christoph Halbigs Buch, das ihm aus Sicht eines Philosophen diese moderne Form der Moralphilosophie auf differenzierte Weise kritisch erschließt. Für Schrader ist wichtig, dass der Autor Begriffe verschiedener Konzepte der Tugendethik klärt und deren Widersprüche und Paradoxien auch an Alltagsbeispielen aufzeigt. Warum der Mensch moralisch handeln sollte, das weiß Schrader spätestens nach dieser Lektüre, vermag die Tugendethik nicht zu beantworten.
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