Wolfgang Kersting, Claus Langbehn (Hg.)

Kritik der Lebenskunst

Cover: Kritik der Lebenskunst
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783518294154
Taschenbuch, 381 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Die Lebenskunstliteratur boomt. Nicht nur in der Wissenschaft stößt sie auf zunehmendes Interesse, sondern auch und vor allem in der breiten Öffentlichkeit. Mit Fug und Recht lässt sich daher behaupten, dass sie nicht nur die jüngste Gestalt der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiedererwachten praktischen Philosophie ist, sondern auch Symptom eines verbreiteten lebensethischen Orientierungsbedürfnisses. Der Band unternimmt, was diese Situation verlangt: eine philosophisch angemessene Kritik der Lebenskunst im Sinne der Anspruchsüberprüfung und Grenzziehung.
In Auseinandersetzung mit bestehenden Lebenskunstkonzepten unterziehen die Autoren das Lebenskunstprogramm und seine ethische Orientierungsleistung einer genauen und vor allem kritischen Analyse. Eine Einleitung führt in das Thema ein und untersucht insbesondere das Verhältnis der Lebenskunst zur klassischen Ethik, zur modernen Moralphilosophie sowie zu verschiedenen Formen der Lebensbewältigungspsychologie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007

Was es mit dem in der Philosophie in den letzten Jahrzehnten sehr in Mode gekommenen Begriff der "Lebenskunst" auf sich hat, fragt dieser Sammelband. Wenig, ist die klare Antwort der hier versammelten Autoren. Die postmoderne Idee einer Lebenskunst als "Prozess der Selbsterschaffung", eines Lebens als "Kunstwerk" ist eine Chimäre, die über real existierende "Abhängigkeiten und Unveränderlichkeiten" hinweg sieht - wie der Rezensent Michael Pawlik zusammenfasst. Offenkundig teilt er die Auffassungen der Autoren, von denen er Dieter Thomä und den Verfasser des Nachworts, Dieter Henrich nennt, und freut sich, dass sie auf die Lebenskunst-Rhetorik nicht hereinfallen.

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