Mit einem Vorwort von Eckhart von Hirschhausen. Alles, was wir brauchen, um die Erderwärmung aufzuhalten, haben wir schon längst: Wind- und Solaranlagen, Stromspeicher, Übertragungsleitungen, Elektroautos, Wärmepumpen, digitale Vernetzung - die Puzzleteile für den Kampf gegen die Klimakatastrophe liegen bereit. Dieses Buch zeigt, wie man sie zusammensetzt zu einer überzeugenden politischen Agenda für den Klimaschutz.Die Bundesregierungen seit den 1990er Jahren haben sich lange verhalten wie unmotivierte Schüler. Sie haben Vokabeln gepaukt - die Auswirkungen des Klimawandels erforschen lassen ebenso wie die Technologien zum Klimaschutz -, aber sie haben nicht gelernt, daraus Sätze und Texte - eine glaubwürde Klimapolitik - zu bilden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2022
Rezensent Manfred Lindinger glaubt, Christoph Podewils möchte am liebsten eine emissionsfrei Zukunft propagieren in seinem Buch. Dass der Autor kein technologisches, rechtliches und ökonomisches Argument auslässt, wenn er den Umbau von Gesellschaft und Industrie hin zur Klimafreundlichkeit erläutert, findet Lindinger überzeugend. Elektrizität als Leitenergie ist Podewils' Kernidee, erkennt der Rezensent. Dass wir immer auch auf Importe angewiesen sein werden und das "Doppelvermarktungsverbot" seine Tücken hat, macht ihm der Autor auch klar.
Rezensent Moritz Klein erkennt mit dem Buch von Christoph Podewils: Eine zu hundert Prozent auf erneuerbaren Energien basierende Zukunft ist möglich. Wie genau das gehen soll und was dem derzeit im Weg steht, erläutert der Autor laut Klein weitgehend voraussetzungsfrei, sachkundig und anregend. Dass der Autor nicht auf kulturelle, sondern auf technische Veränderung und auf Effizienz setzt, leuchtet Klein ein. Mit Sonne und Wind sollte es gehen, sofern sich auf Systemebene etwas bewegt, lernt der Rezensent. Die Hemmfaktoren und Gegenargumente diskutiert Podewils mit "profunder Sachkenntnis" und entwirft ein bisweilen etwas futuristisch wirkendes Zukunftsszenario, so Klein.
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