Aus dem Amerikanischen von Bernhard Schmid. Rund um den Globus kippt angesichts der drohenden Klimakatastrophe die Stimmung, und der Protest der Millennials gegen eine Politik, die ihre Zukunft zerstört, wird immer lauter. Gleichzeitig sitzt die Welt angesichts alternativer Technologien auf einer 100-Billionen-Dollar-Blase aus Investitionen in fossile Brennstoffe. Zukunftsforscher Jeremy Rifkin zeigt, wie aus dieser Konstellation die einmalige Chance auf einen Green New Deal entsteht. Seine Warnung:•Der ökonomische Kollaps unserer Zivilisation steht unmittelbar bevor.•Um 2028 wird die Blase platzen und die Weltökonomie in eine globale Betriebsstörung führen. Was bedeutet das für uns, wo die Energiewende schon schon lange auf der Tagesordnung steht? Gelingt ein gemeinsamer radikaler Aufbruch in letzter Minute? Rifkin gibt Antworten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2019
Rezensent Christian Schwagerl empfiehlt dieses Buch vor allem Lesern, deren Interesse für Umweltpolitik gerade erst erwacht. Allzu viel Neues zum Thema gebe es hier nämlich nicht zu entdecken, meint der Kritiker, der aber dennoch mit Interesse nachliest, wie ihm der 74-jährige amerikanische Regierungsberater hier noch einmal die Ziele des "Green New Deal" ausbreitet, das Ende fossiler Energien bis 2028 prophezeit - Ökostrom wird billiger als Fossilstrom - und eine "ökologisch optimierte" Zukunft ausmalt: Anhand von Modellprojekten, an denen Rifkin selbst teilnahm, schildert er dem Rezensenten, wie in Kommunen in Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden bereits neue Formen kommunaler Demokratie und Wirtschaft getestet werden. Dass es neben den "Friday for Future"-Kids noch zahlreiche unsichtbare Akteure gibt, die sich längst für die gleichen Ziele einsetzen, lernt der Kritiker ebenfalls. Rifkins Hoffnung auf Deutschland kann Schwagerl mit Blick auf das jüngst verabschiedete Klimapaket allerdings nicht teilen.
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