Ein Mann streut Sand aus Süditalien auf den Straßen von Berlin aus. In Zeiten des Kriegs ist solch ein Verhalten nicht nur seltsam, sondern verdächtig. Der Kommissar, der den kuriosen Fall übernimmt, stößt unter dem Sand auf eine Geschichte von Liebe und Tabu zwischen zwei Männern und einer Frau. Ein Zeitbild von 1914, aus drei ungewöhnlichen Perspektiven.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.07.2014
Sehr ausführlich erzählt Rezensent Bruno Bachmann die Handlung dieses Romans von Christoph Poschenrieder nach, der von den Wechselfällen des jungen Kunsthistoriker Jacob Tolmeyn zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt. Tolmeyn, ein homosexueller Freigeist flieht vor der geistigen Enge des wilhelminischen Deutschlands nach Italien, durch das er mit zwei ebenfalls kunsthistorisch Beschlagenen Freunden unbeschwert herumvagabundiert, wie wie vom Rezensenten erfahren. Gewisse Schwächen macht Bachmann in der Figurenzeichnung und der Erzählweise aus, aber gut gefallen haben ihm die Leichtigkeit und Eleganz, mit der Poschenrieder seine Leser durch die Zeitgeschichte führt.
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