Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2000
Der Althistoriker Christoph R. Hatscher versucht in seiner Dissertation die Anwendung von Max Webers Charisma-Begriff auf die Herrscher der Römischen Republik. Rezensent Wilfried Nippel begrüßt das grundsätzliche Anliegen, die - bei Weber keineswegs vorgesehene - Verengung des Begriffs "auf moderne Spielarten von Diktaturen" gilt es seiner Meinung nach zu überwinden. So recht gelungen aber sei das Hatscher nicht. Gerügt wird seine Tendenz, "einen Idealtypus in der Realität wiederfinden zu wollen". Weder Sulla noch Caesar, um die es hier geht, seien so eindeutig wie in dem Buch geschehen als charismatische Herrscher zu beschreiben. Nippel vermisst klare Brüche mit der Tradition, nie ist es seiner Ansicht nach um charismatische Erneuerung, sondern nur um "Restauration" und "Wiederherstellung" der Republik gegangen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…