Mit 21 Abbildungen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 brach die liberale Wirtschaftsordnung nach einer langen Phase der Expansion buchstäblich über Nacht zusammen. Der Krieg entwickelte sich rasch zu einem hochtechnisierten Produktions- und Abnutzungskampf, der Millionen von Menschen das Leben kostete. Um die "Materialschlachten" durchstehen zu können, wurde nicht nur die Kontrolle und optimale Nutzung wirtschaftlicher Ressourcen, sondern auch die Schwächung der Schlagkraft des Gegners zu einer zentralen Aufgabe der Kriegsführung. Obwohl die Schweiz als neutrales Land nicht direkt in den Krieg verstrickt war, wirkten sich der immer härter geführte Wirtschaftskrieg und die Blockadepolitik der Entente auch auf die Schweizer Wirtschaft aus. Neuen Absatzmärkten und teilweise hohen Gewinnen standen eine zunehmende Regulierungsdichte und eine immer stärker eingeschränkte Handlungsfreiheit gegenüber. Anhand von 16 Fallstudien ermöglicht der vorliegende Band erstmals einen Einblick in die wechselvolle und spannende Geschichte von Schweizer Unternehmen im Ersten Weltkrieg. Entstanden ist eine Publikation, die alle wichtigen Branchen abdeckt und damit eine solide Grundlage für dieses noch kaum erforschte Thema legt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2008
Als fundierte betriebswirtschaftlich-kaufmännische Darstellung taugt der von Roman Rossfeld und Tobias Straumann herausgegebene Sammelband gut, findet Rezensent Hans-Erich Volkmann. Zwar weiß der Rezensent eine etwas weniger zurückhaltende Umschreibung für das Fazit der Autoren, wonach die Schweiz zwischen 1914 und 1918 eine doppelköpfige, durchaus profitable Wirtschaftspolitik mit den beiden Kriegsparteien unterhielt. Das Verhalten von Banken, Versicherungen und Industrie verorten die Beiträge jedoch in für Volkmann aufschlussreichen Kontexten. Den merkwürdigen Umstand, dass die gesichteten Akten bei den Autoren keine "dezidiert politische Fragen" provozieren, erklärt sich der Rezensent mit dem Extraktcharakter der Texte. Für eine intensivere politikhistorische Einordnung wartet er gern auf die hier zugrundeliegenden größeren Forschungsprojekte.
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