Aus dem Französischen von Harald Sachse. Paris, 16. Februar 1885. Fünf Jahre nachdem den Kommunarden eine Amnestie zugesprochen wurde und die Verbannten zurückgekehrt sind, wird Jules Valles beigesetzt. Zabo hat sich in die Masse der Zuschauer gemischt, um an dem Ereignis teilzuhaben. Seit wir sie vor 20 Jahren in Louisiana zuletzt trafen, hat sie ihren Namen jedoch geändert und nennt sich nun Clara. Als sie ein junges, vor Kurzem aus ihrer Heimat Brittany angekommenes Mädchen bemerkt, das misshandelt wird, reagiert Zabo ohne zu zögern...
Rezensent Ralph Trommer erklärt zunächst, dass dieser "Historien-Comic" die Fortsetzung einer berühmten französischen Serie ist, die wegen der expliziten Gewalt und Erotik das Genre der Erwachsenencomics mitetabliert hat. Wie in den früheren Bänden gefällt dem Kritiker vor allem, dass Bourgeon starke Frauenfiguren in beengende historische Kontexte setzt, in diesem Fall in die Bohème auf dem Montmartre gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Auch die "grafischen Rekonstruktionen" des Pariser Künstlerviertels fand der Rezensent großartig, wenn auch teilweise fast schon ein wenig zu pedantisch. Er empfiehlt die zusätzlichen Schwarz-Weiß-Journale, die die historischen Hintergründe noch genauer beleuchten. Insgesamt kann der neueste Band mit den früheren in seinen Augen aber nicht ganz mithalten, ging es dort doch um Seefahrerinnen, was den Geschichten Trommer zufolge mehr Schwung verlieh.
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