Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2004
Seit jeher gilt die Couch als bevorzugtes Möbel der Psychoanalyse: im Liegen nämlich finde man leichter zu sich selbst als im Sitzen. Ein Umstand, der in der analytischen Theoriebildung bisher "erstaunlich unterbelichtet" blieb, wie Rezensent Christian Geyer findet. Seit Harold Sterns Studie "The Couch. It's Use and Meaning in Psychotherapy" (1978) sei die Couch nicht mehr Mittelpunkt einer umfassenden wissenschaftlichen Arbeit gewesen. Nun liegt mit Claudia Guderians "Die Couch in der Psychoanalyse" zu Geyers Freude eine Untersuchung vor, die dieser Frage auf den Grund geht. "Die Couch ist der blinde Fleck der Psychoanalyse", formuliert er, etwas zugespitzt, Guderians These. Ob es der Autorin gelingt, diese These anschaulich zu machen und zu begründen, erfährt man vom Rezensenten leider nicht.
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