Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2000
Einen "fruchtbaren Dialog" zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen befördert Claudia Wiesemanns Studie über die Geschichte des Suchtbegriffs, findet der Rezensent mit dem Kürzel upj. Darüber hinaus untersucht die Historikerin die Frage, wie `Sucht` sich zu den Begriffen `normal` und `pathologisch` verhält an zwei Fallbeispielen aus dem 18.Jahrhundert - und kommt zu dem Ergebnis, dass die Droge eine "trügerische Normalität" ermögliche. Ein "nicht alltäglicher" Ansatz, sich dem Thema zu nähern, lobt der Rezensent. Noch vor gut 200 Jahren war `Sucht` als Begriff unbekannt, und bis heute gibt es keine klare Definition - trotz des inflationären Gebrauchs des Begriffes. Dem versucht die Autorin auf philosophischer, medizinischer und geschichtlicher Ebene zu entgegnen.
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