Das 20. Jahrhundert ist gekennzeichnet von extremen Gegensätzen: Krieg und Frieden, Demokratie und Diktatur, Naturbeherrschung und Umweltkatastrophen, Pflug und Mikrochip, Individualisierung und Globalisierung, Vertreibungen und Überbevölkerung, Wohlstand und Hunger. Aufbauend auf diesen Grundproblemen durchschreitet dieses Grundlagenwerk in einer souveränen Ordnung der Stofffülle das gesamte Jahrhundert, von seiner "Urkatastrophe", dem Ersten Weltkrieg, bis zum Terroranschlag vom 11.9.2001. Bilder, Tabellen, Karten und Quellenauszüge erleichtern den Zugang zu diesem außergewöhnlichsten Jahrhundert in der menschlichen Geschichte: Nie gab es solchen Schrecken, nie zuvor solchen Wohlstand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2008
Rezensent Michael Salewski kann kein gutes Haar an diesem "Grundkurs Geschichte" lassen, in dem Edgar Wolfrum und Cord Arendes die Geschichte des 20. Jahrhunderts darstellen. Wahrscheinlich hatten die Autoren mit ihrem Ziel eh keine Chance, auf solch knappem Raum Substanzielles über das letzte Jahrhundert der Weltgeschichte zu bieten, aber genutzt haben sie die nicht: Die Ausstattung findet er schlicht "indiskutabel", weiterführende Literaturhinweise suchte er vergeblich und mit 300 Namen im Register findet er das 20. Jahrhundert ziemlich dünn bevölkert. Statt Grundlagen hat Salewski in diesem Band nur "Grundsätzliches - um nicht zu sagen: Triviales" gefunden, womit er die Formel vom "Jahrhundert der Extreme" meint, und er fragt auch verärgert, warum der Holocaust zwischen anderen Völkermorden platziert wird.
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