Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2000
Walter Hinck zeigt sich zunächst einmal beeindruckt von der Vielfalt der Themen, die Meyer-Clason aufgreift: Von fremden Kulturen, Psychoanalyse, Antisemitismus, Homoerotik und Gewalt bei Kindern ist hier unter anderem die Rede. Die Kunst besteht für den Rezensenten nun darin, das, was man auch in der Zeitung lesen kann, in eine überzeugende literarische Form zu bringen. Dies ist dem Autor nach Meinung des Rezensenten gelungen. Zwar findet er Meyer-Clasons gelegentlichen Drang nach zum "Vereindeutigen" im Stile Rolf Hochhuths etwas störend, ebenso wie seinen manchmal moralisch erhobenen Zeigefinger. Doch gebe es auch durchaus differenzierte Erzählungen, etwa eine "charmante Geschichte" über das Altwerden. Bedauerlich findet Hinck, dass der Autor seine Fähigkeit zur Ironie nur selten zeigt, denn seiner Ansicht nach gehören diese Passagen zu den besten des Buchs.
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