Aus dem Englischen von Werner von Koppenfels. Der englische Dichter und Romancier David Herbert Lawrence (1885-1930) erhob nachdrücklich und wortmächtig Einspruch gegen die Übel der Zeit - wirtschaftliche Ausbeutung, Kriegslüsternheit, repressive Sexualmoral - und wurde dadurch auch ohne spektakuläre Sprachexperimente zu einem Leitstern der literarischen Moderne. Sein Rang im englischen Dichtungskanon ist seit langem unbestritten, während man ihn in Deutschland bislang nur als Romanautor wahrgenommen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.04.2019
Harald Hartung freut sich über den von Werner von Koppenfels zweisprachig herausgegebenen Überblick über das dichterische Schaffen von D. H. Lawrence. Der Band bietet ihm die bayerischen Liebesgedichte des Dichters wie seine düsteren mythischen Unterweltsvisionen und dazwischen Natur- und Zeitlyrik aus der mittleren Phase. Vor allem die sinnlich-expressive Frische der erotischen Texte, die Lawrence im bayrischen Liebesexil schrieb, scheint Hartung bemerkenswert. Wenn Lawrence satirisch wird und den Puritanismus attackiert, amüsiert sich der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.01.2019
Rezensent Rüdiger Görner kannte D.H. Lawrence bisher hauptsächlich als Autor des berühmten Lady-Chatterley-Romans, weshalb es ihn umso mehr efreut, dass er ihn - dank einer, wie er findet, überaus gelungenen Übersetzung von Werner von Koppenfels - nun auch als grandiosen Lyriker kennenlernen durfte. Ob er von der Natur, vom Tod oder gar ganz "unlyrischen" Themen wie Arbeit schreibe: Er mache dem Leser all seine Gegenstände mit seiner wunderbar greifbaren Sprache sinnlich erfahrbar, schwärmt der begeisterte Kritiker, der eines der Gedichte, "Das Totenschiff", gar für ein "lyrisches Meisterwerk" hält.
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