John Clare

Raunen des Winds und bebende Distel

Skizzen aus seinem Leben
Cover: Raunen des Winds und bebende Distel
Golden Luft Verlag, Mainz 2020
ISBN 9783981855586
Gebunden, 44 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Esther Kinsky. Seit seiner Wiederentdeckung gilt der Außenseiter John Clare, Zeitgenosse von Hölderlin, Coleridge und Keats, als einer der großen englischen Dichter des 19. Jahrhunderts.Der hier vorgestellte Text stammt aus den 1821 entstandenen "Sketches in the Life of John Clare", einer für seinen Londoner Verleger John Taylor angefertigten Darstellung seines Lebens, die einen von Clares ersten Prosaversuchen darstellt. In dem autobiographischen Text kehrt er immer wieder zurück zu den prägenden Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend in den Fens, der weiten, leeren Landschaft um seinen Heimatort, die während seiner Jugend durch die Fluraufteilung eine dramatische Veränderung erfuhr. Clares Prosa zeichnet sich durch einen eigenwilligen, poetischen Stil aus und ist auch Zeugnis seiner seelischen Labilität, seines lebenslangen Ringens um eine Identität.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 30.09.2020

Rezensent Enno Stahl freut sich über John Clares Buch über seinen steinigen Weg zum Dichter. Einzelheiten aus dem Leben des Lyrikers, über seine von harter Feldarbeit geprägte Jugend in einem illiteraten Elternhaus, die ersten Versuche zu schreiben und die Texte zu drucken, findet Stahl interessant. Merkwürdig erscheint ihm Esther Kinskys Übersetzung, die Clares eigenwillige Grammatik noch verballhornt, wie er findet. Dass der ohnehin schmale Originaltext hier gekürzt erscheint, kann Stahl nicht verstehen, zumal er den so weggefallenen philosophischen Exkurs für durchaus lesenswert hält.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2020

Marie Schmidt liest John Clares Lebensskizzen mit Begeisterung. Wie aus einem Hilfsarbeiter und Kalkbrenner der Dichter Clare wurde, verfolgt sie anhand der autobiografischen Texte mit Spannung. Der "Bildungsaufsteiger" Clare, Zeitgenosse von Coleridge, bietet Schmidt zudem einen sehr eigenen Stil, "atemlos, widerborstig", den Esther Kinsky, wie sie findet, "in seiner ganzen Eigenartigkeit" belässt. Für Schmidt eine "kostbare Entdeckung".
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