The Secret of Secrets
Thriller

Lübbe Verlagsgruppe, Köln 2025
ISBN
9783785727706
Gebunden, 800 Seiten, 32,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Dietmar Schmidt. Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, begleitet seine Freundin Katherine Solomon nach Prag. Katherine bereitet die Veröffentlichung eines Buches vor, das bahnbrechende Entdeckungen über die wahre Natur des menschlichen Bewusstseins offenbart. Doch ein brutaler Mord stürzt die Reise in ein unvorhersehbares Chaos, und Katherine verschwindet plötzlich, ebenso ihr Manuskript. Langdon sieht sich fortan einer mächtigen Organisation gegenüber und wird von einem unheimlichen Angreifer verfolgt, der aus Prags ältester Mythologie entsprungen zu sein scheint und nur ein Ziel verfolgt: gnadenlose Rache.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.10.2025
Dan Brown schafft es wieder, mit "Geschick und Ordnungssinn", alle gestreuten Fährten und Geheimnisse am Ende aufzulösen, konstatiert Rezensent Harald Eggebrech. Der neue Thriller mischt jedenfalls alle bekannten Zutaten der Marke Langdon: schöne Frauen, alte Mythen, rasante Verfolgungen: Diesmal führt die Jagd nach einem "weltbewegenden Manuskript" über das menschliche Bewusstsein nach Prag, wo sich CIA-Agenten, Wissenschaftlerinnen und der legendäre Golem begegnen, lesen wir. Eggebrecht hebt die gelungene Verknüpfung von Neurowissenschaft und Mythos hervor, findet den Golem als "anarchische Energie" des Romans besonders reizvoll. Wie gewohnt löse Brown am Ende jedes Rätsel "fein säuberlich", was den Rezensenten weniger überrascht als beruhigt. Insgesamt sieht Eggebrecht in diesem "wohlkalkulierten Karussell" solide, unterhaltsame Spannungsliteratur, perfekt konstruiert, wenn auch ohne wirkliche Abgründe.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 11.09.2025
Rezensent Max Landorff - aka Andreas und Stephan Lebert, ihres Zeichens Zeit-Redakteure und Thriller-Autoren - nähert sich Dan Browns neuem Buch hauptsächlich vermittels eines Online-Coaching-Programms Browns, das Menschen berät, die ebenfalls gerne Spannungsliteratur verfassen würden. Über das besprochene Buch selbst erfahren wir bei Landorff nicht viel. Der wohlbekannte Brown-Held Robert Langdon ist wieder dabei, lesen wir, Ort der Handlung ist ein eher rudimentär beschriebenes Prag, als zweite Hauptfigur mischt Dr. Katherine Solomon mit, eine Wissenschaftlerin, die über das Bewusstsein forscht. Genauer gesagt geht es laut Landorff um Präkognition, etwa um Dinge, die das Gehirn vor dem Auge "sieht", angeblich alles faktenbasiert. Natürlich bekommt es Solomon im Weiteren mit allerlei Bösewichten zu tun - überhaupt ist das alles zweifellos handwerklich gut gearbeitet, meint Landorff, allerdings für Brown-Kenner auch weitgehend überraschungsfrei. Insgesamt macht das Buch, findet der Rezensent, Lust auf Abwechslung, und dafür muss man sich anderswo als im Werk Browns umschauen.