Diese Arbeit verfolgt das Ziel, aus ökonomischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Entwicklung zur Symbolökonomie und deren Ursachen zu erklären und ihre Bedeutung für das Strategische Management von Unternehmen herauszuarbeiten. Mittels einer ausführlichen kritischen Diskussion der ökonomischen Konsum- bzw. Nachfragetheorie wird die Notwendigkeit einer interpretativen, kulturwissenschaftlichen Perspektive zur Erklärung der Entstehung und Veränderung von Produktbedeutungen aufgezeigt. Es zeigt sich, dass das wirklich Neue weniger im Verlust einer (vermeintlichen) Objektivität von Produktfunktionen zu sehen ist, als vielmehr in der aus der gesellschaftliche Pluralisierung resultierenden zunehmenden Vielfalt von Bewertungs- und Wahrnehmungsmustern in unterschiedlichen (sub?)kulturellen Milieus. Diese Entwicklung zum "Symbolkonsum" stellt eine Herausforderung für Theorie und Praxis des Strategischen Managements dar, der die herrschenden Strategie-Konzepte aufgrund ihrer paradigmatischen Basis jedoch nicht hinreichend begegnen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2006
Anerkennend äußert sich Heinz K. Stahl über Dirk Fischers Versuch, strategisches Management und Symbolökonomie zusammen zu bringen. Er bescheinigt dem Autor eine gelungene Erörterung der Mängel des traditionellen objektivistischen Weltbilds im strategischen Management. Demgegenüber macht Fischer seines Erachtens deutlich, dass Konsum immer auch symbolisch und also interpretationsbedürftig ist. Logisch erscheint ihm dann auch Fischers Plädoyer für ein symbolökonomisches Strategieverständnis, das der Einsicht in die soziale Konstruktion der Wirklichkeit Rechnung trägt. Während Stahl der analytische Teil des Buches vollauf überzeugt, fällt das abschließende Kapitel mit praktischen Handlungsempfehlungen zu seinem Bedauern eher enttäuschend aus.
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