Daniel Goeudevert

Der Horizont hat Flügel

Die Zukunft der Bildung
Cover: Der Horizont hat Flügel
Econ Verlag, München 2001
ISBN 9783430132619
Gebunden, 242 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

"Bildung ist nicht alles, aber ohne Bildung ist alles nichts." Daniel Goeudevert. Bildung ist die Kraftquelle, aus der Zivilität und all die Werte gespeist werden, die das Leben des einzelnen wie der Gesellschaft als ganzes erst lebenswert machen und lebenswert erhalten. Der Mensch kann nur Mensch werden durch die Bildung. Um die aber ist es schlecht bestellt. Wie immer über die eigene Lebensgeschichte vermittelt zeigt der ehemalige Topmanager und Bestsellerautor Daniel Goeudevert Auswege aus der Bildungskrise.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.05.2001

Mit großer Unbekümmertheit hat sich der ehemalige Topmanager der Automobilindustrie eines großen Themas angenommen, berichtet Sabine Etzhold. Es geht um eine Kritik an unserem Bildungswesen und die Zukunft der Bildung. Die glaubt der Autor verloren, wenn sich nicht Eltern auf ihre Bildungsaufgabe besinnen, die Bildung in die Schulen ein- und aus den Hochschulen auszieht, referiert die Rezensentin die Grundannahmen des Autors, die sie zwar nicht für wissenschaftlich, aber immerhin für lebensklug hält. An seinen sprunghaften und assoziativen Stil musste Etzold sich allerdings erst gewöhnen. Und auch an den Aufbau oder an die Systematik sollte der Leser keine zu hohen Erwartungen stellen. Etzold jedenfalls hat das Buch trotzdem gefallen - vor allem die missionarische Grundhaltung des Autors.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.05.2001

Nach Peter Felixberger schlagen "zwei Herzen" in der Brust des Autors: Denn einerseits zeige sich Goeudevert mit seiner Ablehnung des Internets als Antimodernist. Zum anderen plädiere er nachdrücklich für ein verändertes Bildungssystem, da seiner Ansicht nach in Zukunft mehr Flexibilität und Eigenverantwortung von den Menschen verlangt werden wird. Letzteres kann der Rezensent durchaus nachvollziehen, allerdings bedauert er, dass der Autor diese - nicht gerade neuen - Thesen nicht weiter vertieft. Unverständnis zeigt Felixberger hingegen über Goeudeverts Vorstellungen vom Internet, das für den Autor nicht mehr als eine Anhäufung von Daten darstellt, so dass sich Felixberger fragt, wo "dieser Mann die letzten Jahre verbracht hat". Dass der Rezensent diesem Buch dennoch etwas abgewinnen kann, liegt daran, dass er hier eine Anregung "zur Auseinandersetzung" sieht. Als Beispiel dafür nennt er Goeudeverts Vorstellung von Bildung, die für ihn weniger eine Frage des technischen Wissenserwerbs darstellt, sondern sehr viel mit Kommunikation und Gefühl zu tun hat: Bildung bestehe für ihn nicht nur aus blankem Wissen, sondern habe den Sinn, aus Jugendlichen "sozial und emotional gereifte Menschen" zu machen.

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