Ulrike Bartholomäus

Wozu nach den Sternen greifen, wenn man auch chillen kann?

Die große Orientierungslosigkeit nach der Schule
Cover: Wozu nach den Sternen greifen, wenn man auch chillen kann?
Berlin Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783827013880
Kartoniert, 304 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Die große Orientierungslosigkeit nach der Schule ist ein Massenphänomen: Junge Erwachsene, ob mit Einser-Abitur oder weniger glanzvollen Abschlüssen, sind nach der Schule blockiert. Statt mit wehenden Fahnen ins Leben zu starten, fühlen sie sich unfähig zur Entscheidung - für die richtige Ausbildung, den richtigen Beruf. Es wird gelitten, gestritten und viel gechillt. Ulrike Bartholomäus erzählt anschaulich und mitunter nicht ohne Komik von den Dramen, die sich in den Familien abspielen.
Die Wissenschaftsjournalistin recherchiert bei Pädagogen, Ärzten und Wissenschaftlern, um dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Sie hat zahlreiche junge Menschen, die länger für ihre Orientierungsphase gebraucht haben, begleitet. Sie haben für dieses Buch auch Gespräche mit Gleichaltrigen geführt. Die Autorin liefert damit das Porträt einer Generation zwischen Gap year, Sinnsuche, langwieriger Studienfachfindung, Verweigerung und Aufbruch ins Unbekannte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019

Rezensentin Lisa Becker empfiehlt Eltern von Teenagern und jungen Menschen zwischen Schulabschluss und Ausbildung oder Uni das Buch  von Ulrike Bartholomäus. Laut Rezensentin hat die Autorin nicht nur selbst Erfahrung mit einer jungen Tochter, sondern lässt auch andere Jugendliche zu Wort kommen und bietet jede Menge Beispielgeschichten. So liest sich, was die Autorin über die körperliche und seelische Verfassung der Jugend zu sagen hat, für Becker unterhaltsam und anschaulich, auch, da sie im Buch nicht auf das "Früher-war-alles-besser"-Lamento stößt. Was also brauchen junge Leute nach der Schule? Verständnis und Rückhalt, aber keine Dauerhilfe oder -kontrolle, lernt Becker.
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