Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2004
Rein äußerlich: Sehr beeindruckend. Offenbar nachgewogene 1,7 Kilo schwer. Ein Brocken, mit dem sich der Diogenes-Verlag zum Fünfzigsten selbst beschenkt. Kuriosum am Rande: Obwohl die ersten Veröffentlichungen 1952 erschienen, erfolgte der Eintrag ins Handelsregister - aus reiner Vergesslichkeit - erst 1954. Mit dem verspäteten Erscheinen hat es also durchaus seine Richtigkeit. Interessant, weil anekdotenreich findet der Rezensent (Kürzel "cav") den Band zwar schon, aber manche eher unerklärliche Wiederholung wird gerügt. Ein uneingeschränkter Genuss seien dagegen die Karikaturen, Fotos, Illustrationen und Zeichnungen, an denen das Geburtstagsselbstgeschenk überreich ist.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…