Daniel Marwecki

Die Welt nach dem Westen

Über die Neuordnung der Macht im 21. Jahrhundert
Cover: Die Welt nach dem Westen
Ch. Links Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783962892395
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Daniel Marwecki beschreibt die Welt, wie sie sich gerade vor unseren Augen verändert. In den Trümmern der Kriege in Gaza und der Ukraine zeichnen sich die Konturen einer neuen Welt ab. Donald Trump ist der westliche Abstiegsmanager, der die USA von einem Imperium zurück in einen Nationalstaat verwandelt - zum Leidwesen eines traurigen Europas, das ahnungslos in die neue, multipolare Welt hineinstolpert. Im Schatten all dessen entfaltet die Dekolonisation - verspätet - ihre Wirkung.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.02.2026

Rezensent Stefan Reinecke begegnet in seiner Doppelkritik zwei angenehm "kühlen" Analysen zur zerfallenden westlichen Weltordnung. Während Holger Stark in seinem Buch "Das erwachsene Land" auf eine auch mentale Emanzipation Deutschlands von den USA pocht und unbegründete Ängste davor entkräftet, analysiert Daniel Marwecki in seinem Buch "Die Welt nach dem Westen" in größerem Maßstab die globalen Machtverschiebungen. So sei Trump eher Symptom der aktuell entstehenden "post-westliche Weltordnung" als deren Autor; maximal noch "Abstiegsmanager", gibt Reinecke den Autor wieder. Festzumachen sei dieser Wandel vor allem an der neuen wirtschaftlichen Vormachtstellung Chinas, die die amerikanische abgelöst habe. Auch den tiefen Rissen in der NATO spüre der in Hongkong lehrende Politikwissenschaftler nach; der Kritiker lobt wie auch bei Holger Stark die nüchterne Betrachtungsweise. Beide Bücher überzeugen den Kritiker in ihrem klaren Blick darauf, dass "Europa nicht mehr das Zentrum der Welt" ist - für Reinecke "im Kern keine schlechte Nachricht".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2025

Rezensent Alexander Armbruster schätzt die ergebnisoffene Anlage des Buches von Daniel Marwecki. Wie der in Hongkong lehrende Politikwissenschaftler die neue Machtverteilung auf der Welt diskutiert, indem er dem Leser historische Überblicke verschafft und Analysen der beiden großen westlichen Gesellschaftsentwürfe (des markwirtschaftlichen wie des sozialistischen) liefert, findet Armbruster sehr lesenswert. Der Rezensent lernt, dass es Protektionismus und Zölle schon früher gab und in welcher Position zueinander sich die USA und China gegenwärtig befinden. 

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.11.2025

Rezensent Tanjev Schultz schätzt die Diagnosen und die Sichtweise des Politikwissenschaftlers Daniel Marweckis auf gegenwärtige Kriege, Krisen und Machtverschiebungen. So irritiert sich der Autor zeigt angesichts der Doppelstandards des Westens, wenn er Israel gewähren lässt, aber Russland verurteilt, so sehr setzt er auf die UN-Charta, erklärt Schultz. Wenn Marweckis die westliche Heuchelei etwa mit der CIA-Interventionen in Indonesien illustriert, macht er das, ohne zugleich linke Bewegungen zu glorifizieren, stellt Schultz fest. Das "Weltwissen" des Autors findet er beeindruckend.

Buch in der Debatte

9punkt 24.11.2025
Der Westen hat fertig. Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen sollten jetzt "ein würdevolles Abstiegsmanagement" pflegen, empfiehlt der Politologe Daniel Marwecki, der gerade ein Buch zum Thema veröffentlicht hat. Die Welt wird jetzt multipolar, erklärt er im Interview mit dem Spiegel.  Unser Resümee

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