Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Über zehn Jahre lang hat Jens Stoltenberg die Nato als Generalsekretär durch eine hochdramatische Zeit geführt. Die russische Invasion der Krim, der Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan, der Krieg in der Ukraine oder das zunehmend angespannte Verhältnis zu Russland und China - bei all diesen Entwicklungen hat Stoltenberg die Sicherheitspolitik des Westens seit 2014 maßgeblich mitgeprägt. In diesem Buch führt er uns hinter die Kulissen der Weltpolitik in Kriegszeiten. Jens Stoltenberg erzählt von den dramatischen Ereignissen seiner Amtszeit und von seinen Begegnungen mit Staatslenkern wie Angela Merkel, Donald Trump, Wladimir Putin und Wolodymir Selenskyj. Und er zeigt, warum die Nato auch in Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielen wird, einen großen Krieg zu verhindern.
Mit viel Gewinn liest Rezensent Klaus Remme dieses Buch, in dem Jens Stoltenberg auf seine Zeit als NATO-Generalsekretär zurück blickt. 10 Jahre lang, 2014 bis 2024, hatte Stoltenberg diesen Posten inne und diese lange Zeitspanne ist ein Grund dafür, dass das Buch so spannend geraten ist. Die anderen: In diesen zehn Jahren ist eine Menge passiert, Stoltenberg hat in dieser Zeit umfangreiche Aufzeichnungen angefertigt, die er jetzt auswerten konnte - und nicht zuletzt zitiert er ausführlich aus Gesprächen mit diversen Machthabern, darunter auch Donald Trump. Ein zentrales Thema ist der katastrophal verlaufene Abzug aus Afghanistan, auch der russische Angriff auf die Ukraine kommt vor, dazu kommen interessante Exkurse etwa zum Terroranschlag auf Utøya im Jahr 2011, als Stoltenberg noch norwegischer Regierungschef war. Interessiert liest Remme über die Auseinandersetzungen zwischen den Europäern und Trump, wenn es um die Lastenverteilung im Bündnis ging, aber auch etwa über die schwierige Norderweiterung der Verteidigungsgemeinschaft. Eine reichhaltige Lektüre, lautet das Kritiker-Fazit.
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