Jahrzehntelang konnten sich Deutschland und Europa auf die USA verlassen. Doch die Weltmacht ist angeschlagen. Sie konzentriert sich auf ihr nationales Interesse und die Auseinandersetzung mit China. Zu glauben, die USA würden unsere Interessen mitvertreten, ist die transatlantische Illusion. Der USA-Experte Josef Braml analysiert unsere geopolitische Lage und zeigt, warum wir selbstständiger werden müssen: militärisch, politisch, wirtschaftlich. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber wenn wir jetzt nicht damit anfangen, dann werden wir zu den Verlierern der neuen Weltordnung gehören und die Grundlagen verspielen, auf denen unser Wohlstand beruht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.03.2022
Historiker Florian Keisinger holt sich bei Josef Braml Inspirationen für eine neue europäische Sicherheitspolitik. Braml setzt laut Keisinger auf ein starkes Europa und auf Annäherung und (nukleare) Abschreckung. Obgleich vor dem russischen Angriff auf die Ukraine verfasst, ist das Buch hochaktuell, versichert Keisinger, der auch die Ausgewogenheit und Sachlichkeit von Bramls Ansatz schätzt. Was der "Amerika-Experte" zu einer neuen multipolaren Weltordnung zu sagen hat, scheint dem Rezensenten weitsichtig auch im Hinblick auf eine transatlantische Umwelt- und Energieallianz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2022
Rezensent Thomas Speckmann staunt über die prophetische, durch ausgewiesene Kenntnis gestützte sicherheitspolitische Agenda, die der Generalsekretär der deutschen Gruppe in der Trilateralen Kommission Josef Braml vorlegt. Das Buch, abgeschlossen vor dem Krieg in der Ukraine, glänzt laut Speckmann mit historischer Erfahrung und vorausschauender Empfehlung hinsichtlich der Notwendigkeit europäischer militärischer Abschreckung und diplomatischer Annäherung a la Kohl/Teltschig. Die Hoffnung, die Braml in die europäische Fähigkeit zur Selbstverteidigung setzt und die er mit Zahlen belegen kann, findet Speckmann bemerkenswert.
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