Daniel Richter

Huntergrund

Cover: Huntergrund
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2006
ISBN 9783775718011
Kartoniert, 226 Seiten, 35,00 EUR

Klappentext

Mit 167 farbigen Bildern. Deutsch / Englisch. Herausgegeben und mit Beiträgen von Philipp Kaiser. Die Bilder von Daniel Richter (geboren 1962), einem der Stars der jungen deutschen Malerszene, beschrieben zunächst einen halluzinatorischen Farbkosmos, der irgendwo zwischen Graffiti und referenzloser Abstraktion anzusiedeln war. Vor einigen Jahren wandte sich der Künstler gänzlich der Figuration und dem Historienbild zu. Durch diese Wiedereinführung einer vergessen geglaubten Gattung repolitisierte Daniel Richter unter zeitgemäßen Vorzeichen das Medium Malerei und knüpfte damit gleichzeitig an die Kunst der 1980er Jahre an. In seinen jüngsten Arbeiten verschränkt Richter kunsthistorische, massenmediale und popkulturelle Versatzstücke zu eigenwilligen narrativen Bildwelten. Die in Zusammenarbeit mit Daniel Richter konzipierte und gestaltete Publikation präsentiert auf durchgehend farbigen Abbildungen eine Werkauswahl der letzten fünf Jahre, die auch neueste Arbeiten des Künstlers einschließt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 14.08.2006

Wer Daniel Richters Kunst schon nicht versteht, der sollte Brigitte Werneburgs Rezension zu "Huntergrund", dem Begleitband zu Richters Schau im Kunstmuseum Basel, vielleicht nicht lesen. Denn Werneburg bemüht sich, Richters Katalog-Äußerungen zu Abstraktion und Figuration so dunkel wie möglich zu halten. Dass Richters Votum für "Reinheit und Radikalität konträrer Welthaltigkeit" nicht trivial ist, weil die naheliegende Wilde-Kerle-Lesart nicht die einzig mögliche ist, lässt sich mit etwas Mühe bei Werneburg herauslesen. Was aber hat es mit Richters "Deko-Anleihe aus Leipzig" auf sich? Geht da noch was in Sachen Welthaltigkeit? Oder so erst recht? War davon die Rede im Katalog? Bei Richter? Das Ornament bedeutet Freiheit, Freiheit bedeutet Radikalität. Und Radikalität ist rein. Reine Vermutung.

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