Aktivistinnen, Völkerrechtler, Anwälte, NGO-Mitarbeiterinnen, Politiker und Politikerinnen erzählen, was der Einsatz für Menschenrechte in ihrem Leben bedeutet hat.Menschenrechte wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen Bezugspunkt nationaler und internationaler Politik. Die vorliegende Quellensammlung versteht sich als Angebot, diese Entwicklung nachvollziehbar zu machen. Die hier versammelten lebensgeschichtlichen Interviews geben Aufschluss darüber, was unter dem Kampf für Menschenrechte im Verlauf der letzten Jahrzehnte verstanden wurde. Die befragten Aktivistinnen, Völkerrechtler, Anwälte, NGO-Mitarbeiterinnen, Politiker und Politikerinnen geben dabei ganz unterschiedliche Antworten auf die Fragen, wofür sie eigentlich gekämpft haben und wie ihr Engagement in der alltäglichen Praxis aussah. Der Stellenwert, den dieser Einsatz im Leben von Menschen einnahm, schwankte dabei und war gesellschaftlichen, politischen und individuellen Konjunkturen unterworfen. Und nicht alles, was im Nachhinein als Einsatz für Menschenrechte erschien, war ursprünglich auch so gemeint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.04.2021
Rezensent Christian Hillgruber wird nicht so richtig froh mit dem von Daniel Stahl herausgegebenen Quellenband zur Geschichte der Menschenrechte. Einerseits enthält der Band mit den "Sullivan Principles" von 1977 oder Jimmy Carters Rede zur amerikanischen Außenpolitik von 1976 laut Hillgruber sehr wohl Schlüsseldokumente zum Thema, andererseits finden sich aber auch kaum neue Aspekte hinzubringende Texte wie das "Weißbuch Menschenrechte in China" von 1991, meint der Rezensent. Der Komplementär-Band mit biografisch konkreten Interviews eröffnet Hillgruber Kontexte, in denen sich Politiker und Juristen jeweils auf die Menschenrechte beriefen.
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