Bis Mitte der sechziger Jahre war der Name Karl May nur noch durch die kommerzielle Ausschlachtung als "Jugend- und Volksschriftsteller" wahrnehmbar. Dies änderte sich 1965 mit dem Erscheinen von Hans Wollschlägers biografischer Pionierarbeit, in der die abenteuerliche Existenz des Großschriftstellers May geschildert wird. Direkt aus den Quellen rekonstruiert Wollschläger in dieser Biografie den bizarren Lebensweg eines Außenseiters, der wegen seines schwachen Realitätssinns immer wieder in verhängnisvolle Konfrontationen mit seiner sozialen Umwelt geriet - sei es mit skrupellosen Verlegern oder mit parteilicher Justiz und Publizistik.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.07.2004
Daniel Jütte freut sich, dass Hans Wollschlägers Karl-May-Biografie aus "den ewigen Jagdgründen des Antiquariats" wieder hervorgeholt wurde. Ursprünglich 1965 veröffentlicht, sei die Biografie auch heute noch lesenswert. Jütte rühmt die "traumwandlerische Sicherheit", mit der Wollschläger den "Drahtseilakt" zwischen akribischer "Materialschlacht" und "ästhetischer Autonomie" vollführe. Besonders die "kunstvolle Sprache" hebt er lobend hervor. Auch dass die Neuausgabe durch abgebildete Reisepostkarten Mays ergänzt wurde, freut den Rezensenten, denn hier zeigten sich "lesenswerte Spuren der Selbstinszenierung".
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