Aus dem Englischen von Andreas Jandl. "Ich war fünf, als bei mir das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Mit sieben wusste ich, dass ich anders bin als andere. Ich hatte mich daran gewöhnt, für mich zu sein und nicht in die Welt derer durchzudringen, die sich über Fußball oder Minecraft unterhielten. Dann begann die Phase des Mobbing. Und die Natur wurde für mich überlebenswichtig." Der junge Autor, Autist und Umweltschützer aus Nordirland Dara McAnulty erzählt von einem Jahr mit und in der Natur.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 13.10.2021
Rezensentin Susanne Billig findet Dara McAnultys Tagebuch zum Niederknien. Wie hier ein 14-Jähriger die Natur erfährt und darüber schreibt, hat für Billig eine ungeheure literarische Wucht und zeugt ihrer Meinung nach von einer ebensolchen Beobachtungsgabe. Am Anfang aber steht die Fähigkeit zu fühlen, zu viel bisweilen, ahnt Billig, während sich vor ihren Augen die Coming-of-Age-Geschichte eines hochsensiblen Kindes und seiner Familie entfaltet. Auch die Geschichte eines politischen Erwachens, meint Billig.
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