Für ein bisschen übergeschnappt hält Rezensentin Susanne Meyer die Idee von David Benedictus zu einer Fortsetzung von Pu, dem Bären schon. Allerdings im positiven Sinne. Sie ist darum auch ganz erfreut die alten typischen Pu-Sätze zu hören und sich wieder an der eigensinnigen Übersetzung von Harry Rowohlt zu berauschen, aus der sie Lieblingswörter abschreibt. Einzig die Neuerungen des Buchs sind Meyer unangenehm fremd: Wo früher kahle Landschaften waren, rankt sich jetzt allerlei Gewächs, das den Absurditäten des Pu-Bären nicht mehr den früheren Raum lässt. Und die Absurditäten sind nicht mehr nur absurd, sondern kreisen jetzt um gesunde Ernährung und die Klimakatastrophe, so dass Rezensentin Meyer am Ende doch lieber das Original aus dem Bücherregal zieht. Die Fortsetzung findet sie aber auch in Ordnung.
Für ein bisschen übergeschnappt hält Rezensentin Susanne Meyer die Idee von David Benedictus zu einer Fortsetzung von Pu, dem Bären schon. Allerdings im positiven Sinne. Sie ist darum auch ganz erfreut die alten typischen Pu-Sätze zu hören und sich wieder an der eigensinnigen Übersetzung von Harry Rowohlt zu berauschen, aus der sie Lieblingswörter abschreibt. Einzig die Neuerungen des Buchs sind Meyer unangenehm fremd: Wo früher kahle Landschaften waren, rankt sich jetzt allerlei Gewächs, das den Absurditäten des Pu-Bären nicht mehr den früheren Raum lässt. Und die Absurditäten sind nicht mehr nur absurd, sondern kreisen jetzt um gesunde Ernährung und die Klimakatastrophe, so dass Rezensentin Meyer am Ende doch lieber das Original aus dem Bücherregal zieht. Die Fortsetzung findet sie aber auch in Ordnung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2009
Einerseits schön, andererseits enttäuschend. So lässt sich Fridtjof Küchemanns Besprechung der Fortsetzung von Milnes "Pu der Bär" resümieren. So gewagt Rezensent Küchemann den Entschluss von David Benedictus zu einer Fortdichtung dieses Kinderbuchklassikers auch findet, so sehr klebt der Autor seiner Meinung nach am mächtigen Vorbild. Daran, dass genau so die fortwährende Frische des Originals nicht zu erreichen oder gar zu überflügeln ist, lässt der Rezensent keinen Zweifel. Allzu beflissene Reverenz kann eben auch nach hinten losgehen. Lieber als die Nach-Konstruktion von Milnes "phantastischem Freistil" und der rauen Zeichenfeder E. H. Shepards (eher öde durch Mark Burgess) wären Küchemann jedenfalls echte neue Abenteuer des Bären Pu gewesen. Überraschungen in den Verhaltens- und Sprechweisen der bekannten Figuren hätten für ihn unbedingt dazugehört.
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